Wehmeyer – Adler übernimmt die Geschäfte

shopping 35_0818 Das war eine Nachricht, die überraschte. Die Wehmeyer GmbH & Co. KG, vertrieb von ihrem Konzernsitz in Düsseldorf hauptsächlich Bekleidung in der mittleren Preiskategorie und richtete sich an die Kundschaft jenseits des 30. Lebensjahres.

Ursprünglich als Einzelhandelsgeschäft 1950 gegründet, gehörte Wehmeyer bis 1993 kurzfristig zum Unternehmen Hertie. Der Karstadt-Quelle-Konzern verkaufte im August 2005 Wehmeyer an die Schottenstein Gruppe, einem amerikanischen Investor und an die Miro Radici AG.

Der Absturz des Modehausbetreibers

Mit 1100 Beschäftigten und einem Umsatz von 150 Millionen Euro im Jahre 2007 meldete das Unternehmen am 4. Juli 2008 Insolvenz an. Von ehemals 39 Filialen schloss Wehmeyer 16 Standorte zum 1. Oktober 2008. Etwa einen Monat später kaufte der indische Textilmogul Rajive Ranjan das marode Unternehmen und präsentierte es in neuem Gewand als Wehmeyer Lifestyle GmbH. In den beiden Folgejahren verließ Wehmeyer nicht die Verlustzone.

wehmeyer_logoFür die nächsten beiden Jahre, 2010 und 2011, stellte man die bundesweite Eröffnung weiterer Filialen für die Kundschaft in Aussicht. Nachdem im März 2011 Wehmeyer den Firmensitz von Aachen nach Düsseldorf verlegte, stellte man einen neuen Insolvenzantrag im Juli 2011.

Die Adler Modemärkte AG übernahm die Filialen von Wehmeyer im September 2011 und die Düsseldorfer Zentrale wurde geschlossen. Was bot Wehmeyer dem Kunden? Eine breite modische Auswahl und Trends bei den Bekleidungsartikeln und Accessoires. Zur Seite stand immer eine kompetente fachmännische Beratung.

Adler Modemärkte finden Ausrichtung und Marke von Wehmeyer ideal

Die nach der Insolvenz Wehmeyers noch vorhandenen 18 Standorte in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz wurden von der Adler Modemärkte AG übernommen. Laut Aussage der Adler-Geschäftsführung passen die Marke, die Filiale und die Ausrichtung des ehemaligen Mitbewerbers ideal in das vorhandene Konzept der Adler Modemärkte. Bereits einige Monate nach dem Börsengang hatte das Unternehmen von Adler angekündigt, jedes Jahr bis zu zwanzig neue Standorte eröffnen zu wollen.

AdlerMit der Integration des Wehmeyer Konzeptes sollte das vorgegebene Ziel mit insgesamt dreißig Filialen erhöht werden und die ehemaligen Wehmeyer Standorte mit eigener Ware bestücken. Auch die Marke von Wehmeyer sollte zunächst an einzelnen Standorten weiter verkauft werden.

Das fränkische Modeunternehmen versprach sich von den meistens zentral gelegenen Wehmeyer-Filialen neue Kundschaft, da ihre eigenen Märkte eher in Randgebieten etabliert sind. Mittlerweile gibt es über 166 Adler-Modemärkte bundesweit sowie Filialen in Österreich und Luxemburg.

Mit mehr als 60jähriger Tradition ist er nach eigener Aussage Marktführer im Textileinzelhandel im unteren Mittelpreisbereich. Die betriebenen Märkte verfügen meistens über eine große Verkaufsfläche.


Das Unternehmen bietet eine reichhaltige Auswahl an Damen- und Herrenoberbekleidung sowie ein umfangreiches Wäschesortiment an. Im weiteren Sortiment befinden sich Baby- und Kinderbekleidung, Trachten- und Sportkleidung, Schuhe und Artikel aus dem Hartwarenbereich.

Die Produktpalette besteht meistens aus Eigenmarken, oft selbst entworfenen und zusammengestellten Kollektionen, die von externen Produzenten angefertigt werden. Das bestehende Angebot wird zusätzlich durch eine sorgfältige Auswahl an Fremdmarken ergänzt.

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