Rockabilly Style – Zeitlos rebellisch

Pinup girlEnde der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren die Rassen in den Südstaaten der USA nicht nur nach streng nach Hautfarbe getrennt, sondern auch musikalisch. Die farbigen Afroamerikaner hörten Rythm and Blues, die Weißen waren auf sogenannte Hillbilly-Country Musik festgelegt. Doch Musik kennt nun mal keine Rassen und Grenzen.

Weiße Musik mit einem schwarzen Herz

Noch bevor Rock`n Roll im Sturm die Welt erobern sollte, verursachte ein junger weißer Sänger mit einer unvergleichlich schwarzen Stimme in Memphis eine musikalische Revolution. Mit „It’s Allright Mama“ und „Blue Moon Of Kentucky“ machte Elvis Presley 1954 eine einzigartige Mischung von Swing, Hillbilly Blue Grass und Honky Tonk, den Rockabilly, bekannt. Bis weit in die sechziger Jahre folgten viele weitere, hauptsächlich weiße, Musiker aus den Südstaaten, darunter Bill Haley, Buddy Holly, Jerry Lee Lewis, Johnny Cash und Roy Orbison. Rockabilly Musik war wild und emotional. Ausgeprägte Gitarrenrythmen und ausdrucksstarke Stimmen sorgten für einen fesselnden und unwiderstehlichen Beat. Der dynamische und energiegeladene Rockabilly war keine Musik für angepasste Leisetreter. Nein, das war eine Musik für junge, stürmische Rebellen, die sich nicht um irgendwelche festgelegten Grenzen scherten. Und das sollte man auch außerhalb der Tanzlokale sehen, der Rockabilly Style war geboren.

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Aufreizend konservativ

Foto von flickr: Cyn Elena  (CC)

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Obwohl die Musik des Rockabilly Ende der Sechziger im Rock ’n Roll aufgegangen ist, erlebt die Mode dieser Jahre heute besonders in Europa ein Revival. Selbst H&M brachte eine eigene Rockabilly Kollektion heraus, damit Dick Brave & The Backbeats auch stilecht auf der Bühne losrocken können. Doch beim echten Rockabilly fängt der Style bereits mit der Frisur an. Um das Lebensgefühl der fünfziger Jahre einzufangen, trägt der Junge unbedingt die berühmte „Tolle“, auch Pompadour genannt. Dafür wird der ganze Pony aus der Stirn gekämmt und mit viel Gel, Haarspray oder Pomade fixiert (daher auch der Name „Greaser“). Je höher desto besser! Koteletten gehören dazu, aber rasierte Seiten- und Nackenhaare, wie die GIs sie damals hatten, sind ebenfalls möglich. Mädchen tragen Pferdeschwanz oder auch Zöpfe. Der Pony wird entweder in die Form der bekannten vierziger Jahre Victory-Rolle gelegt oder als glatter Betty Page-Schnitt getragen.

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Besonderen Wert wird auf die Haarfarbe gelegt. Rockabillies verzichten auf moderne Haarkunst wie Strähnchen und Ähnliches und färben Ihre Haare stilsicher in den Blockfarben schwarz, rot oder blond, so wie es halt damals üblich war. „Er“ trägt zur Tolle am liebsten enge Wrangler-Jeans mit umgeschlagenen Hosenbeinen über Biker-Boots oder auch Creepers-Schuhen. Unter die Lederjacke, oder wahlweise der amerikanischen Collegejacke, gehört ein Western-Shirt. Bei festlichen Anlässen ist ein gut geschnittener Anzug Pflicht. „Sie“ trägt gerne wadenlange Röcke oder Capri-Hosen, wobei ein Petticoat beim Tanzen besonders gut „swingt“. Ein Top wird über dem Bauchnabel gebunden, darüber sieht eine Strickjacke immer gut aus. Chucks, Ballerinas, offene Plateaus und High-Heels gehören dazu. Wer Musiker wie Gwen Stefani oder Amy Winehouse kennt, weiß, dass auch ein spezielles Augen-Makeup den Rockabilly unterscheidet. Der Rockabilly Style ist süß und sexy, dabei aber auch unschuldig und konservativ.

Gegen den Mainstream

Foto von flickr: Douglas Cason Art´s (CC)

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Nicht immer und überall sind Tolle und Petticoat möglich und akzeptabel. Doch wahre Rockabillies finden immer einen Weg ihren Style in normale Outfits zu integrieren. Sie erkennen sich auch an ihren Tattoos. „Böse Jungs“ lassen Pinups, Rennflaggen, Teufel, Flammen, Billardkugeln, Asse oder auch die Südstaaten-Fahne auf ihre Haut. „Süße Mädchen“ bevorzugen Herzen, Schwalben oder auch Kirschen. Ein Tuch mit Leoparden- oder Punktmuster oder eine Blume im Haar sehen als Accessoire immer gut aus. Ebenfalls hat normalerweise kein Vorgesetzter an einer extra schmalen Krawatte etwas auszusetzen. Und wer kann schon kontrollieren, ob „er“ die dicke Buddy Holly-Brille auch wirklich für einen guten Durchblick braucht. Ein echter Rockabilly bleibt im Herzen immer ein Rebell.

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