Lollipop Monster

Auf den Filmkunstwochen in München habe ich den Film „Lollipop Monster“ gesehen. Es war eine Preview und das Werk läuft derzeit im Kino an und gibt es demnächst auch auf DVD zu bekommen.

Wenn ihr also nicht auf Hollywood-Wannabe-Komödien, Immer-und-immer-die gleiche-Story-Filme und Ich-kann-dir-in-der-ersten-Szene-sagen-wer-der-Mörder-ist-Schauspiele steht, sondern lieber unvorhersehbare und authentische, künstlerische  Stücke im Kino schaut, dann sei euch dieser Streifen wärmstens empfohlen. Die Regisseurin Ziska Riemann hat sich die größte Mühe gegeben, den Charakter des Films in Optik, Zeichnungen, Kleidung und Szenerie wiederzugeben. Eine künstlerische Darstellung, die durch Comics, Pop-Art, Musik und Trash umrandet wird, die aber nicht mit so viel Kunst aufprotzt, dass man am Ende nur noch Bahnhof versteht. Kunst ja, aber bitte so, dass man noch mitkommt.

Die Geschichte handelt von zwei Mädchen, die in verschiedenen Welten leben. Ari ist noch jung, ähnelt einer frühreifen Barbiepuppe und wohnt mit ihrer Familie in einer quietschbunten Designwelt, in der aber nicht alles so quietschbunt und fröhlich ist, wie es scheint. Oona kommt aus einer Künstlerfamilie, in der alles etwas düsterer ist, besonders nachdem die Familie ein schwerer Schicksalsschlag trifft. Die beiden Mädchen finden zusammen, als ob sich Gegensätze anziehen würden. Doch so verschieden sind die zwei gar nicht.

Besonders die zwei Hauptdarstellerinnen machen den Film zu etwas Besonderem. Beide unglaublich schön, charakterstark, als ob sie für die Rolle geschnitzt wurden. Man kauft ihnen alles ab, was sie tun, was sie sagen, was sie denken. Genau das, was man von Schauspielern erwartet. Nur noch besser.

Die Geschichte ist sehr abgefreakt, aber irgendwie auch authentisch und wirkungsvoll. Das Drehbuch wurde von der Regisseurin Ziska Riemann und ihrer Freundin Luci Van Org geschrieben, mit der sie in Berlin-Berghain aufgewachsen ist. Es ist autobiografisch und soll zeigen, was passieren hätte können, wenn die beiden Freundinnen nicht früh getrennt worden wären. Wer mit diesem Hintergedanken in den Film geht, wird mit Sicherheit noch gebannter und gefesselter sein, als ich es war. Aber nicht wundern, zum Ende hin, braucht man einen ausgeprägten Sinn für makabere Aktionen.


Foto: Lollipop Monster.

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