Jeggins, Treggins, Jeather – WTF?

Wenn man aus zwei verschiedenen Dingen eines macht, dann ist das entweder total praktisch oder kurios. Zum Beispiel war die Erfindung den Flaschenöffner mit dem Korkenzieher zu paaren und so nur noch ein Gerät in der Haushaltsschublade liegen zu haben, eine gute Idee. Aber die meisten anderen Paarungen werden nicht so gut aufgenommen in der Welt. Man bleibt lieber traditionell und hat beide Geräte zur Hand.

So sollte man es besser auch in der Mode handhaben. Denn eine dieser kuriosen Paarungen sind Leggins, die so aussehen, als wären sie Jeans. Es ist eine hinterlistige Vorgabe falscher Tatsachen, denn die Hosen sind weder so robust wie Jeans, noch halten sie wirklich warm. Aber dafür sehen sie aus wie eine. Da bleibt die berechtigte Frage „Warum“ im Raum stehen. Die einzige logische Antwort, die einem in den Sinn kommt, ist der Komfort. Leggins sind einfach leichter und stretchiger und somit angenehmer zum Tragen. Warum sonst sollte man so tun als hätte man eine Jeans an, wenn man keine anhat. Wenn man eine tragen will, kann man doch einfach eine anziehen. Wo liegt da der Schweregrad?

Das Kurioseste an dieser Erfindung ist allerdings der Name. Denn nicht nur das Produkt wird gepaart, sondern auch die Namen. Wir haben es hier nämlich mit einer Jeggins zu tun. Eine Hose aus Jeans in Leggins. Wahlweise kann man auch Treggins sagen, zusammengestellt aus Trousers und Leggins.

Doch diese glorreiche Erfindung liegt inzwischen auch schon wieder ein paar Jahre zurück. Es ist also an der Zeit einen neuen bescheuerten Zwidder zu erstellen. Jedenfalls lautet so die Regel in der verrückten Welt der Mode. Es hat wieder mal eine arme Hose getroffen und zwar ausgerechnet wieder die Jeans. Sie ist wohl auch der langjährigste Mode-Knaller, der in jeder Generation für Coolness, Lässigkeit und wahlweise noch ein paar anderen Eigenschaften steht. Höchste Zeit um sie ein weiteres Mal zu variieren.

Die Formel für kuriose Kreuzungen lautet deshalb folgendermaßen: man nehme einen absoluten Dauerbrenner, den jeder mag und den jeder im Schrank hat. Idealerweise ist dieses Kult-Kleidungsstück außerdem neutral und leicht zu kombinieren. In diesem aktuellen Fall und dem Dilemma des letzten Jahren (Jeggins) ist es die Jeans. Im zweiten Schritt nimmt man sich einen Stoff, ein Accessoire oder ein Kleidungsstück, das gerade voll im Trend liegt oder kommt. So auch die Leggins, denen eine lange Eingewöhnungs- und Sozialisierungsphase gegönnt wurde bevor sie gekreuzt wurden. Dieses zweite Trendteil kombiniert man anschließend so, dass ein bunter Mix zum an den Kopf fassen entsteht.

Und was soll man jetzt noch länger rumreden, der Moment der Wahrheit rückt immer näher. Die geliebte Jeans wurde jetzt mit dem trendigen Lederstoff gemischt. Ja genau, eine Jeans, die aussieht wie eine Lederhosen und das in bunten variierenden Farben. Auf die darauf folgende Frage „Warum“ kann man sich nur schwer eine Antwort zusammenreimen. Vielleicht gab es ja einen guten Grund, dass die Lederhose einst ausstarb. Warum muss man sie also zurückholen? Aber das Beste kommt zum Schluss – der langangekündigte und glorreiche Name des Trendteils. Jeather. Jeans und Leather. Jeather. Da bleibt nur noch eins zu sagen: WTF?

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