Drape, Sisal, Kapok, Lambswool – Alles über die Trendfasern

Die wundersame Welt der Stoffe

Tag für Tag umgeben sie uns, halten uns warm, dienen als Sichtschutz und verrichten durch ständige Gewohnheit fast unbemerkt ihren Dienst. Die Rede ist von einer der wohl ältesten menschlichen Erfindungen: Stoffe. Schon Adam und Eva hüllten sich nach dem Sündenfall in Blätter, so wurde diese Tradition aus biblischer Zeit bis heute beibehalten und übernimmt neben der verdeckenden Funktion durchaus auch dekorative Wirkung. Die Welt der Stoffe ist groß und unübersichtlich. Warum wird welcher Stoff für was verwendet? Woraus bestehen die Namen, über die sich sonst niemand Gedanken macht? Im Folgenden soll Klarheit geschaffen werden.

Drape: Der Stoff für besondere Anlässe

Mit dieser Art von Stoff dürften wohl die meisten Menschen mehr als vertraut sein. Es handelt sich um einen dünnen Stoff aus Kamm- oder Streichgarn, der sich hervorragend zur Verwendung von Kleidern, Kostümen und sämtlicher Abendgarderobe eignet. Der Grundbestand für das Textil ist Wolle, die in besonderer Weise verarbeitet wird. Der Rohstoff wird in Atlas- oder Köperbindung angeordnet, die Kettfäden bestehen dabei aus Kammgarn, der Schuss aus Streichgarn. Bei der Atlas- und der Köperbindung handelt es sich um zwei der drei Grundbindungen. Während bei erster die Bindungspunkte regelmäßig aufgeteilt sind und sich nicht berühren, ist bei der Köperbindung ein Diagonalgrat vorhanden, die Punkte sind also vor allem schräg angeordnet. Gerade durch die Atlasbindung, die unter anderem auch bei Stoffen wie Duchesse und Satin gerne verwendet werden, wird ein glatter, seidiger und eleganter Look erzielt, der diesen Stoff so ideal für die Abendgarderobe macht. Die Farbvarianten können sich unterscheiden, meistens jedoch werden dunkle Töne wie Schwarz oder Dunkelblau verwendet.

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Sisal: Robust für alle Fälle

Die Sisalfaser wird, wie der Name sagt, aus der Sisal-Agave gewonnen und oft für strapazierfähige Angelegenheiten wie Teppiche, Taue und Seil verwendet. Dabei handelt es sich um viele gerade Faserzellen, die in Bündeln verarbeitet werden. Was diesen Stoff in erster Linie auszeichnet, ist seine stabile Festigkeit und eine sehr geringe Elastizität. Oft wird der Stoff im Nachhinein mit Natriumhydroxid bearbeitet, wodurch die Mikrostruktur und damit grundlegende Eigenschaften der Faser nachträglich verändert werden können. Neben Teppichen und Tauen wir der Stoff auch gerne für Dartboards und kunsthandwerkliche Erzeugnisse verwendet.

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Weich und flauschig: Kapok

Mit Kapok dürften die meisten Menschen, auch wenn der Name noch nicht bekannt ist, vertraut sein. Dieser Stoff wird in erster Linie für weiche Zwecke wie

Polstermaterial, Dämmstoff und Schwimmwestenfüllung benutzt. Auch zu Vliesstoff und weichen Mischgarnen, zum Beispiel für Hemden, wird die Kapokfaser

weiterverarbeitet. Der Beiname „Pflanzendaunen“ erklärt sich von selbst, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um die Hohlfaser des Kapokbaumes handelt, der sehr glatt und transparent ist. Der Cellulosegehalt liegt bei 35%, was verglichen mit sonstigen natürlichen Fasern eher wenig ist. Kapok ist die zweitleichteste hohle Naturfaser der Welt. In der Verarbeitung wird häufig ein geringer Anteil an Baumwolle beigemischt, um eine weichere Beschaffung zu erreichen. Eine Besonderheit dieses Stoffes ist der von Natur aus vorhandene Wachsüberzug, der zwar das Verspinnen der Fäden erschwert, Flüssigkeit jedoch einfach abperlen lässt.

Lammwolle zum Kuscheln

In der modernen Fashionszene auch anglisiert Lambswool genannt, handelt es sich bei der Lammwolle um ein ganz besonders exklusives Material. Gewonnen wird die Faser aus den ersten Scherungen von sechs bis zwölfmonatigen Schafsjungen, wobei es sich häufig nur um die erste Schur handelt. Dieses Material besitzt eine besonders hohe Faserfeinheit und eignet sich hervorragend zur Weiterverarbeitung. Aus dem Material werden dann Kleidungsstücke wie Pullover und Socken, aber auch Decken hergestellt. Wichtig ist bei Lammwolleerzeugnissen die richtige Art des Waschens. Da die Faser sehr empfindlich ist, sollte immer per Hand gewaschen werden. Mit dem passenden Wollwaschmittel, warmem Wasser und ein bisschen Feingefühl sollte aber auch das kein Problem sein.

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