Fake Coco Chanel

Wer cool sein will, muss schon lange nicht mehr viel Kohle haben. Seit Second Hand cool ist und Vintage heißt, muss man sich keine Coco Chanel Taschen mehr leisten, um auf den Laufstegen der Welt, den Straßen, den In-Vierteln eine gute Figur zu machen. Ohne Frage sind vor allem die Coco Chanel Klassiker Clutches unbestritten schön, sexy und cool. Aber tausende Euro dafür auszugeben – das ist eine andere Sache und kann von den Normalverdienern nun mal nicht ausgegeben werden. Eine Abhilfe sollen die von den Designern und Modekonzernen dieser Welt verhassten Fälschungen schaffen. Ob in Chinatown in Manhattan, im Norden Londons oder ganz einfach aus der Türkei – die gefälschten Louis Vuitton Täschchen, Prada Bags und Coco Chanel Clutches können überall auf der Welt fast unerkenntlich erworben werden. Aber ganz ehrlich, diese Imitate sind nicht nur billig, sondern sind auch einfach uncool. Wenn schon eine Coco Chanel Tasche, dann aber eine echte.

Oder die andere Option, die Hipster-Vintage-Option: eine Tasche so schlecht fälschen, die Marke so auf die Schippe nehmen und in der billigsten und abgefucktesten Version, wie es nur geht, selber machen. So schon auf den zahlreichen Modeblogs des World Wide Webs und auf den Straßen der Städte gesehen. Was letztes Jahr mit dem Jutebeutel anfing, ist dieses Jahr auf T-Shirts, Tops und Jacken übergegangen. Meistens sind es Jutebeutel oder einfache weiße Shirts, um den Charakter der Ironie am besten gewähren zu können.

Foto: M i x y

Auf den Festivals und Parties der Szene ist im letzten Jahr vor allem die „George, Gina und deine Mudder“-Tasche aufgefallen. Die üppigen George Gina Lucy Taschen sind kurze Zeit vorher in einer Art Kaufrausch aus allen Läden gekauft worden und wurde zu einem Trend, über den sich manche nur wunderten. Also folgte kurz darauf der Trend mit den Jutebeuteln. Eine Plattform aus Berlin verkaufte die Dinger für 20 Euro das Stück und machte mit Sicherheit ein gutes Geschäft. Gute Idee, zu schnelle Verbreitung. Nach dem kleinen auflebenden Hype sind die „George Gina und deine Mudder“ Taschen dann aber auch wieder uncool geworden und wurden plötzlich nicht mehr gesichtet. Dafür ist die gute Idee geblieben und zog viele Nachahmer nach sich.

In der Münchner Innenstadt sieht man seit diesem Sommer immer mehr „My other Bag is Prada“ und „My other Bag is Gucci“ Taschen. Was pure Ironie sein soll, ist bei vielen Münchner Ladies mit Sicherheit purer Ernst. Aber der Trend geht nun mal in Richtung Hipstertum und Understatement und wer dem Trend nicht folgt, ist ja auch ganz schnell raus aus der Szene. Oder so…

Die reichen Designer ein bisschen aufs Korn nehmen und ihnen mal zeigen, dass man auch ohne Tausender im Geldbeutel leben kann und cool sein kann, ist noch immer eine gute Idee. Aber dennoch sollte man keine 20 Euro für ein Stück Stoff ausgeben müssen, nur weil der Trend die Preise in die Höhe treibt. Viel einfacher: einfach ein Jutebeutel für 2 Euro oder ein weißes Shirt aus den Tiefen des Kleiderschranks ausgraben und selber Hand anlegen. Zum Glück braucht man für den Schriftzug ja keine großen Fähigkeiten, also kann jeder seine Kreativität ausleben. Und das Beste daran: es soll ja sowieso selfmade aussehen. Also auf geht’s.

 

 

 

 

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