Dreiecke, Dreiecke, Dreiecke

Wenn man nun mal schon alle Farben, Kleidungsstücke, Schnitte, Motive und Muster in den Himmel gelobt und als Trend degradiert hat, wie in der Fashion Industrie geschehen, dann bleibt einem ja nichts anderes übrig als neue Alternativen zu finden. Ansonsten wird es langweilig. Also kommen jetzt Formen in Mode. Der neuste Clou: Dreiecke.

Warum? Das weiß man nicht so genau. Aber jeder, der cool sein will, trägt, malt oder schiebt Dreiecke vor sich hin. Das fängt in der Werbebranche an, geht über die Musik-Szene, bis zu Clubs, Promotion und schließlich in die Klamottenindustrie.

Immer mehr Logos, Anzeigen und Grafiken werden auffällig eckig. Dreieckig, um genau zu sein. Minimalistische Designs in Ehren, zum Glück ist die protzige und nervtötende Werbezeit langsam vorbei, aber der Trend zu den drei Ecken ist schon sehr auffälig. Ohne Frage ist die wohl beliebteste Form der Geometrie ein sehr schönes Zeichen. Das hat auch die Band Frittenbude für sich entdeckt. Neues Logo mit vielen Dreiecke und Schwarz-Weiß-Design – sehr cool, das steht nicht zur Debatte. Aber was will man von Musikern wie Frittenbude, die mindestens in 1000 Jahren Kult sind und die Anti-Mainstream- und Pro-Gerechtigkeit-Bewegung hinter sich stehen haben, anderes erwarten. Den Trend erkennen, das können Frittenbude, auch wenn sie das nicht so gerne hören wollen.

Wer Münchner ist, dem wird auch die Dreiecks-Guerilla-Aktion aufgefallen sein, die sich in den letzten Monaten über die ganze Stadt gezogen hat. Dreiecke auf Straßenschildern, Dreiecke auf Ampellichtern, Dreiecke an Hauswänden. Nach ein paar Wochen klärte sich langsam auf, dass der Schicki-Micki-Club P1 dahinter steckte, um eine neue Partyreihe zu promoten. Die Aktion war cool, was dahinter stand eher semi-cool. In der bayrischen Landeshauptstadt hat sich die Werbung jedenfalls eingeprägt. Alle schwarzen dicken Dreiecke werden zwangsläufig mit dem P1verbunden. Besonders doof ist das für Trendsetter, die sich das Dreieck quasi als Entdeckersymbol schon mal hinters Ohr tätowieren lassen haben. Vielen ist die Dreiecksform zum ersten Mal in Verbindung mit dem P1 aufgefallen, und dennoch haben die Hemden vom P1 die Geometrie nicht groß gemacht, sondern sind lediglich auf den Zug aufgesprungen.

Foto: Tiffany.Ann.M

In der Modeindustrie macht sich das Dreieck wunderbar auf Shirts, Hosen, Röcken, eigentlich überall. Coole Print-Shirts oder Teile, die im Ethno-Look mit bunten Dreiecken überseht sind, lassen sich wunderbar tragen. Wenn man darüber nachdenkt, könnte man auch den Modemacher ausfindig machen, der das Dreieck bei den coolen Kids groß machte. Denn schon seit Jahren ziert das Logo von Designer Patrick Mohr ein simples schwarzes Dreieck. Vielleicht war er der Auslöser für den Trend. Wahrscheinlich wissen die meisten Dreiecksnutzer noch gar nicht, dass sie Teil einer Trendbewegung sind. Wenn sie es wüssten, dann wäre es auch keim Trend mehr. Und uncool noch dazu, also Pssst!

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2 Kommentare
  • On 29. September 2011 at 20:06 Ilmar said

    Toller Beitrag.Habe ein paar tolle Denkanstoesse gekriegt. Warte auf weitere Beitraege zum Thema.

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  • On 7. Oktober 2011 at 13:31 usb-stick kugelschreiber said

    Ich bin ja seit 2 Wochen stolzer Inhaber des Ipad und finde es toll, dass der Blog im Browser ohne Probleme angezeigt wird.

    Antworten

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