Das Little Black Jacket von Chanel

Foto: CC Lizenz 2.0 Associated Fabrication

Fotosinszenierung durch Karl Lagerfeld

Coco Chanel zählt zu den Ikonen der Modewelt, die sich durch ihren einzigartigen Stil unsterblich gemacht haben. Die kleine schwarze Jacke, 1953 von der französischen Designerin erstmals vorgestellt, hat als einer ihrer Modeklassiker Eingang in die Modegeschichte gefunden. Wie eine Art Gegenakzent zum taillenbetonten, unbequemen New Look der Nachkriegszeit entwarf Coco Chanel die kurze Jacke, die eine Kreuzung zwischen Bolero und Kastenjäckchen darstellt. Inspiriert zu der Form wurde sie durch die Kluft eines Hotelboys. Das Jäckchen stellte seinerzeit im Hinblick auf Styling eine Ausnahme dar. Trugen Frauen der fünfziger Jahre üblicherweise Kleidensembles oder Kostüme, so kam die originelle Jacke solo daher und ließ sich nach Bedarf kombinieren.

Die Renaissance der kleinen schwarzen Chaneljacke durch Karl Lagerfeld

Die ausgefallene Idee hatte durchschlagenden Erfolg und die Form stand Pate für das typische Chanel Kostüm, dass später durch Modeikonen wie Jackie Kennedy-Onassis berühmt gemacht wurden. Karl Lagerfeld, der in den achtziger Jahren als Chefdesigner für Chanel begann, nahm das kleine schwarze Jäckchen in seine Catwalks auf. Und so tritt es seitdem in den Kollektionen von Chanel in immer neuen Abwandlungen auf. Saison für Saison sieht die Little Black Jacket in einer modisch aktualisierten Variante wieder.

 

 

Klein, aber luxuriös in Material und Verarbeitung: das schwarze Chaneljäckchen

Im Schnitt über 1.000 Euro kostet das klassische Jäckchen im typischen Chanel-Stil. Dass Frauen mit diesem Modell Luxus erwerben, zeigt sich nicht allein in den exklusiven, hochwertigen Materialien, in denen das gute Stück hergestellt ist, sondern auch in der überaus aufwändigen Fertigung. Mit einem Video über die Geheimnisse der schwarzen Jacke zeigt Karl Lagerfeld den ausgefeilten Herstellungsprozess. In dem schlichten, aber teuren Stück steckt ausschließlich präzise Handarbeit.

Der Modeklassiker vorgestellt in einem eigenen Fotoband

Mit seinem Bildband „Little Black Jacket“ widmete Karl Lagerfeld dem Kultpiece ein eigenes Buch. Gemeinsam mit Carine Roitfeld, der langjährigen Chefredakteurin der französischen Vogue, setzte er den schwarzen Chanel-Klassiker in Szene und stellt dabei 100 Celebrities vor, die das Modell in individuellen Modifizierungen tragen. Dazu wurde die Originaljacke zerschnitten und neu künstlerisch zusammengesetzt, bearbeitet und kunstvoll drapiert, wie ein Hut getragen oder vom Schleier eines Brautkleids verdeckt.

 

100 Prominente stehen Modell für die Kultjacke

So zeitlos wie die Jacke selbst ist auch der Querschnitt durch die Generationen von den fünfziger Jahren bis heute, die für Lagerfelds Buch mit der Chanel-Jacke Modell standen. Von Yoko Ono bis zu Vanessa Paradis und von Roberto Bolle bis zum Rapper Kanye West reicht die Spanne der Prominenten, die sich mit dem schwarzen Jäckchen auf sehr individuelle Art auseinandersetzten. Namen wie Sarah Jessica Parker oder Mick Jaggers Tochter Giorgia Mae sind in dem Buch ebenso zu finden wie der von Topmodel Claudia Schiffer, die lange mit Karl Lagerfeld arbeitete und von Schauspielerin Tilda Swinton. Den androgynen Charakter der Jacke unterstreicht die Zusammenarbeit mit männlichen Prominenten. Tänzer und Rapper, Künstler und Schriftsteller ließen sich in Cannes und New York durch Carine Roitfeld stylen und von Karl Lagerfeld fotografieren.

 

Fotoausstellungen weltweit begleiten die Herausgabe des Bildbands

Während das Buch bereits im März 2012 erschien, startete jetzt eine weltweite Tournee mit einer Fotoausstellung über das Making Of des Buches. Paris, New York, London und Tokyo zählen zu den Stationen. Vom 23. November bis 14. Dezember 2012 wird die Exhibition in Berlin, im Bahnhof und Tunnel U3 am Potsdamer Platz, zu sehen sein.

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